
Klassiker: Captain Joe erklärt die Fliegerwelt auf Youtube. Hier ein schönes Beispiel, wie es zum Fliegeralphabet kam. Joe ist außerdem auf Instagram zuhause, wo man ihn u.a. bei seinem Besuch in Salzburg Anfang Juli sehen kann. Viele Grüße!

Klassiker: Captain Joe erklärt die Fliegerwelt auf Youtube. Hier ein schönes Beispiel, wie es zum Fliegeralphabet kam. Joe ist außerdem auf Instagram zuhause, wo man ihn u.a. bei seinem Besuch in Salzburg Anfang Juli sehen kann. Viele Grüße!
Endlich: Zutritt zum heiligen Turm, der uns – zumindest in der Funktheorie – schon so viele Nerven gekostet hat. Doch inzwischen ist es „home sweet home“, wenn wir heimkommen und uns bei Salzburg Tower melden. Der schönste Arbeitsplatz in Salzburg, haben wir uns vorgestellt, mit einer grandiosen Aussicht – und so ist es.
„Tante Ju“ zeigt, wo’s langgeht. Tante Ju ist aus Darmstadt, genau wie ich. Ich stehe also im Salzburg Tower und treffe jemanden von zuhause.

Blick auf Pass Lueg, wo es offenbar gerade schüttet, und auf den magischen Untersberg:

Perfect timing: da steht sie, die riesige Boeing 747-8 aus Kuwait:

Der Arbeitsplatz ist komplett digital:


Selfie mit Traffic Map:

Runway in use three three, wind three one zero, eight knots, QNH one zero two zero:

Ah, unsere G-OESC geht raus über Maria Plain (MP) und Eugendorf (EU)!

Auch nicht gewusst: der Tower knipst nicht nur alle Lichter am Flughafen an, sondern auch die roten Leuchten auf der Festung und weiteren hohen Gebäuden im Umfeld des Flughafens.

360 Grad Blick auch nach hinten, wo wir häufig in die Platzrunde drehen:

Herrlich!


Sensation: der größte Passagierjet, der jemals in Österreich gelandet ist, setzte am 6. Juli in Salzburg auf. Eine Boeing 747-8, mit 73m sogar etwas länger als der A380, brachte den Premierminister von Kuwait in die Stadt. Der ORF war natürlich bei der Landung dabei und hat ein schönes Filmchen gepostet. Dieses tolle Foto ist vom Fliegerkollegen Simon H.
Der Tower verriet uns, dass die Maschine am Freitag um 14 Uhr wieder starten würde, was sich hervorragend mit meinem Abflug nach Berlin überschneiden sollte. Doch als ich um 13:30 Uhr noch auf dem „Vorfeld“ vom Red Bull Media House stand, donnerte er schon über unsere Köpfe hinweg, behäbig und schwer in der Kurve liegend.



Das Wetter ist heute nicht sooooooo gut. Im Funk schicken sie die Flugzeuge um die Gewitterzellen herum. Bester Blick auf die Piste wie immer über die Panomax Webcam vom Salzburger Flughafen.

Ich hab nicht mal das Logo rausgenommen, Ihr wisst sowieso, dass dieses Foto mit Prisma bearbeitet ist: die App, um die sich gerade der große Hype im Web dreht. Deshalb gehört das jetzt auch hier her. Eine schöne Erinnerung an einen sogen. „Sundowner“ über die Seenlandschaft. Hier suchen wir gerade den Irrsee – Nomen est omen, über dem wir dann eine unerwartet knappe Begegnung mit einem anderen Flugzeug same altitude, opposite direction haben sollten.

Hochkönig

Hochfilzen
Manchmal fliegen wir so herum und sagen: „Das gibt’s doch nicht, wie schön das hier ist“.
Foto und Copilot: Stefan T.

Wer noch alles so in „meinem“ Luftraum herumfliegt: Daniel Ricciardo, Max Verstappen und Christian Horner, begleitet von Hannes Arch. Alle Fotos, so auch dieses, sind hier bei Red Bull Racing zu finden.
Gefühlte 4 Wochen Unwetter machen eine Pause. Das Thermometer springt auf 35° C. Nachgerechnet, um wieviel Grad es pro 1000 Fuß Höhe kälter wird… wer weiß es? Abflug Richtung Chiemsee. Er schimmert in der Ferne, während unter uns Bauern emsig mit ihren Traktoren über die Felder knattern, um vor dem nächsten Gewitter ein paar Strohbündel zu schnüren.
Geschmeidig folgen wir den weichen Berghügeln, dann Höhe gewinnen und bei Teisendorf ab ins Gebirge. Mehr oder weniger ein Direct nach St. Johann. Berge, die im Weg sind, werden überflogen. Über Baumwipfel in den Gegenanflug 31, bei der Berghütte in den Queranflug abdrehen und weg mit den Höhenmetern. Landung.
In der Hitze ein schnelles Getränk, während „Kontamination“ vom Himmel herabschwebt: ein junger Kerl macht seinen ersten Tandemsprung. Wir sitzen am „Stammtisch“, einer zahlt die Landegebühr, einer die Zeche.
Jetzt fliegt der Doktor, er zeigt mir einen Short Field Takeoff. Wir heben kurz nach dem Rollen schon ab, noch vor V rotate. Die Stallwarnung quengelt, aber wir bleiben niedrig und gewinnen im Bodeneffekt so viel Speed, bis wir steigen können. Dann scharfe Rechtskurve und Byebye, St. Johann. Kurs Zell am See.
Wir halten uns auf der linken Talseite, um an der Gondel entlang (Achtung, Achtung) am Gipfelkreuz der Buchensteinwand vorbeizufliegen. Das Foto ist von www.tirol.at, aber ehrlichgesagt hätte ich es genau so knipsen können, wir konnten den entgeisterten Wanderern geradezu in die Augen blicken.

Bei Leogang über die nächste Gipfelstation, wieder Gondeln, alle in Bewegung und Touristen bergan schaukelnd. Baumwipfel unter uns, Meldepunkt November hinter uns, als wir mit 4.500 Fuß über den Zeller See einbiegen und uns bei Lake vorschriftsmäßig melden. Anflug über Berghang und Golfplatz, souveräne Landung durch den Doc.
Ich bin wieder dran, Start in Richtung Lake, drehen über dem See erneut in die Platzrunde. Der Tower erlaubt uns, die Piste in 4.000 Fuß nach Osten zu überfliegen. Immer geradeaus durchs Tal. Südlich über den Gipfeln baut sich Gewitter auf. Der Doc zeigt mir Krankenhäuser am Wegesrand, sonst gibts nicht viel zu sehen, auch Schladming von oben sind halt nur Häuser, auch wenn ich da mal Skifahren war vor Jahrzehnten.
Die Niederöblarn Piste liegt hinter der Biegung, straight in und am Ende der Piste ins Gras abgebogen. Immer eine tolle Kulisse. Wir kaufen ein Eis. Der Tower will, dass wir bald wieder verschwinden, erst beim Magnum Knabbern verstehen wir, dass ein Segelflug Wettbewerb stattfindet. Auf großen Bildschirmen, deren Übertragung ständig zusammenbricht, wird die Liveposition der Segler angezeigt. Sie sind auf dem Weg zurück zum Flugplatz. Ein mickriges Siegerpodest ist aufgebaut, eine kleine Sponsoren-Leinwand bewegt sich müde in der Hitze.
Wir sind dahin, Start nach Osten, der Doc kratzt am Grimming vorbei. Wolfgangsee mit 2.200 Fuß überflogen, das sind 700m, die Leute stehen bis zur Hüfte im Wasser und starren zu uns nach oben. Bunte Luftmatratzen. Einer winkt.
Das Wasser ist hellgrün bis dunkelgrün, dann der Fuschlsee, türkis und kalt. Von oben ist die Architektur vom Headquarter am beeindruckendsten. Der dritte See liegt vor uns, wir checken die Instrumente. Die nächsten 3-4 Minuten keine Landemöglichkeit, der Wiestalstausee ist von Wald und Bergen umgeben. Ein grandioser Anblick.
Für den Tower überraschend tauchen wir aus den seitlichen Hügeln in der Nähe vom Meldepunkt Adnet auf. Doktor Tom bittet beim Tower um Threesixties über der Stadt, aus Gründen, und sie werden genehmigt. Steilkurve und Winken mit den Rudern! Und aus dem 360° direkt in den Anflug „nach Hause“.
Was für ein wunderschöner Flug mit Bergen und Seen, vielen Dank Tom!!
Später schraube ich mich gefühlte Stunden mit dem Auto zu einer Grilleinladung ins bergige Niemandsland, um festzustellen, dass ich genau über dieses Tal nach Salzburg eingeschwebt bin – in wenigen Minuten 😉

Die kleine Baracke hier vor dem großen Untersberg stellte 1926 den Mittelpunkt des Salzburger Flugplatzes dar. Sie war für vier Jahre An-/Abflughalle, Gepäck- und Zollstation in einem. Die Startbahn führte damals noch von Ost nach West, bis sie Anfang der 60er in die Nord-Süd-Ausrichtung um- und ausgebaut wurde.
Wie Dipl.-Ing. Günther Auer, Flughafendirektor bis 2007, gerade in einem Fernsehbeitrag vom ORF2 erzählte, gab es früher keine organisierte Flugabwicklung. „Wenn das Bodenpersonal ein Flugzeug-Geräusch hörte, sind sie halt mit dem Wagen rausgefahren, um das Gepäck zu holen“.
Total süß, dass die Baracke da immer noch steht.

Ungefähr da, wo der Airberlin Pilot „fully established“ auf dem ILS Approach 15 meldet, knipse ich oft ein Bild von dem Ort Laufen, der sich da zusammen mit Oberndorf in die Kurven der Salzach schmiegt.