„Go and play with the clouds!“

Mary Ellis, 101 Jahre alt, ist die letzte lebende Spitfire Pilotin aus WWII. Was für eine Geschichte in 1:40 Minuten.

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„Das ist ein Motivationsschub für uns alle“ (SN, 9.2.18)

Austrian Aviation.net und nun auch die Salzburger Nachrichten vermelden, dass Salzburg ab 25. 3. 2018 wieder an den wichtigen Rest der Welt angebunden wird. Dass man mal für eine Dash 8 dankbar sein würde!

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Dash 8-Q400 (Foto: http://www.AirTeamImages.com)

Florida Discovery Flight

 

Die Epic Flight Academy hat vergessen, dass wir einen Discovery Flight gebucht haben. Es wird gesucht, ob ein Flight Instructor Zeit hat, und ob es eine freie Maschine gibt. Zweiteres war nicht der Fall, wir drehen wieder um und fahren heim, nervt. Morgen letzter Tag vor der Heimkehr nach Europa, TAF meldet CAVOK, insofern neuer Anlauf.

Dieses Mal sind wir eingeplant. Matthew, unser Hipster Fluglehrer, wirkt nicht so, als hätte er unglaublich Lust auf einen Flug mit irgendwelchen Leuten. Ob wir Headsets bräuchten. Äh, ja, damit geht erst mal die Suche los und es werden welche zusammengeliehen.

Wir gehen über das Vorfeld, kreuzen den Taxiway. Hier trägt niemand Warnweste. Eine Cessna rollt auf uns zu, der FI nimmt davon keine Notiz, gemütlich schlendern wir vor der rollenden Maschine vorbei. Mulmiges Gefühl.

Matt macht den Außencheck, während R. sich hinten hineinfaltet und ich auf dem linken Sitz Platz nehme.

Erst im Cockpit stellt Matt fest, dass ich einen Pilotenschein besitze, jetzt werde ich schon etwas interessanter, auch wenn ich noch keine Cessna fliegen kann. Er erklärt mir ein paar Sachen, wir starten die Engine und rollen los. Den Start übernimmt er, weil ich filmen will, dann sind es „my controls“.

Mein letzter Flug als PIC in einer Cessna war über der Nordsee nach Sylt, nun fliege ich über den Atlantik und schaue auf die Daytona Skyline. Wir bekommen 1.000 ft zugewiesen und fliegen die Küste entlang zu unserem Apartment, schauen in den Pool. Der ewige herrliche Sandstrand liegt unter uns.

Noch weiter südlich käme Cape Canaveral. Im NOTAM war die Zone für morgen als Restricted Area ausgewiesen, da ein Raketenstart stattfinden sollte (der dann verschoben wurde).

NOTAM

Wir drehen um, von Süd nach Nord, ich will gerne auf 500 ft Minimalhöhe sinken, um auf unseren Balkon zu schauen – so wie in den letzten Tagen der ein oder andere Flieger. Leider werden nur 800 ft erlaubt. Es ist voll im Luftraum, normale Situation sagt Matt, es ist nicht unkompliziert: viele lokale Flughäfen, einige Helikopter und ein kleinteiliger Luftraumteppich. Der Tower New Smyrna Beach steuert den gesamten Verkehr „as a Service“, alle geben ständig ihre intentions durch und holen quasi eine Erlaubnis dafür ein.

Mit meinen Bildern, wie ich mir Fliegen in Florida vorgestellt hatte, hat das alles nichts zu tun. Enge Lufträume, super viel Traffic. Vielleicht doch nicht der ideale Ort, um Cessna Flugstunden zu nehmen?

Wir sind schon im Approach auf die 29, Matt hat übernommen. Auf der Schwelle ein großer Möwenschwarm. „A flock of seagulls“ rufe ich nach hinten, aus Gründen. Matt denkt laut und wünscht sich, „they better fly away soon“. Er flared, aber zu früh (wie er später zugibt, weil wir mit der dritten Person schwerer sind als sonst) und den letzten Meter fallen wir runter.

Der Discovery Flight sollte eine Stunde dauern, aber bei der Abrechnung erscheint eine Flugzeit von 35 Minuten. Wir zahlen nicht 30, sondern 60 Minuten, trotz Protest. Seltsame Kundengewinnungs-Strategie.

Aber egal. Es war herrlich, den Strand von oben zu sehen, endlich selbst übers Wasser zu fliegen, wie die 50 Maschinen vorher, die ich in der Woche beobachtet und von unten beneidet habe. Nur Haie haben wir keine gesehen – New Smyrna Beach ist die „shark attack capital of the world“!