Wellengang

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Heute morgen, als Ihr alle noch geschlafen habt, wurde der Gaisberg von einer sanften Welle umspült.

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Lunch mit Sound

 

Unfassbar warmer Herbstag in Salzburg, wir sitzen alle mittags draußen im Bulls Corner zum Lunch, es ist ein bisschen heiß, Geschirr klappert, Gemurmel der Gäste.

WOOOOOOOOOOOOOOOOOUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUMMMMMMMMMMM!

1000 Fuß AGL schießt ein Eurofighter über den Parkplatz, flankiert von zwei Saab 105. Mir fiel buchstäblich mein Schnitzel von der Gabel, die Gläser klirrten. Alle, und zwar alle Gäste starrten in den Himmel, die Bedienung hielt inne. Kurzer Moment der Stille, dann hitziges Gebrabbel.

Sen-sa-tio-nell.

Später überflog eine Vierer-Formation an Hubschraubern in Zeitlupe unser Restaurant. Das ist so wahnsinnig laut. Es klingt wie Krieg, aber liebes Schicksal, danke, wir sitzen da einfach nur bei Schnitzel und Apfelsaft und genießen einen warmen Herbsttag.

Das ganze Geschehen waren Übungsflüge, für die der Flughafen 45 Minuten geschlossen wurde. Kollege A., der mit seiner Katana ein paar Platzrunden drehen wollte, musste es sich anders überlegen und stand dann vor unseren Hangars in absoluter Pole Position an der Piste, als der Eurofighter senkrecht hochzog (siehe Film, der aber nicht von ihm ist).

http://antennesalzburg.oe24.at/Spektakulaerer-Ueberflug-ueber-der-Stadt-Salzburg/302237867

Barry Seal

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Pflichttermin im Kino, selbst nach Salzburg hat der Film seinen Weg gefunden. Beste Unterhaltung nach einer wahren Geschichte, etliche Flugszenen. Highlights sind der Takeoff auf sehr kurzer Piste im Busch und eine Landung mitten im Wohngebiet. Und: auch ICH würde auch gerne mal zwischen zwei Bohrinseln durchfliegen. Lowlight für mich ist Tom Cruise, aber das entscheide jeder für sich selbst. Empfehlung!

Irma

Man kann eine Menge unschöner Screenshots machen gerade, ich denke an die Menschen unter diesem schrecklichen Wirbel. Flightradar postete heute eine Evakuierung von Cessnas, und auch mein eigener Screenshot von gestern zeigt bei genauerem Hinsehen eine flüchtende Linie out of Florida. Rette sich, wer kann. Good luck to all of you.

Neidisch

Auto- und Racing-Bloggerkollege Don Dahlmann ist – warum auch immer – in einem Luftschiff herumgeflogen. Sensationelles Erlebnis, ist ja jetzt nicht so üblich wie Bahnfahren. Von der Landung und dem Durchstarten (mit so einer Zigarre über dem Kopf? Man stelle sich das vor) auf dem Flughafen Essen/Mühlheim hat er einen aufregenden Film gedreht, dem man auf Facebook beiwohnen kann.

Prallluftschiff „Theo“:

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(Foto Don Dahlmann, glaube ich).

Runde Platzrunde ist nicht rund

Rolf und ich in der Platzrunde. Es gibt diese Murphy’s Law, dass ICH grundsätzlich alle möglichen Challenges absolvieren muss, während Rolf vom Tower unbehellligt fünf Mal um den Pudding kreist und schließlich zum Full Stop Landing ansetzt. Man betrachte die Aufzeichnungen der letzten Male und rate, welche davon meine waren. Immerhin, zum Trost gab mir Rolf danach ein kleines PEZ. Den PEZ Spender hab ich ihm allerdings selbst geschenkt, als er noch so einen Vollbart hatte wie der Oberschlumpf. Verblüffende Ähnlichkeit, außerdem hat Rolf auch immer ein Fischerman’s im Mund, so wie der Oberschlumpf immer kurz davor ist, ein PEZ auszuspucken.

Neben der PEZ Spende gab es noch weitere Vorkommnisse. Bei meinen Platzrunden fiel mir auf, dass ich im Anflug keine Sinkrate zusammenbrachte, trotz Full Flaps und Speed 65 kt. Die Manifold Pressure ließ sich nicht aufs Minimum reduzieren. Nach der finalen Landung wechselten wir die Plätze und Rolf startete an, da machte die Katana mit einem Schlag einen Satz nach vorne (trotz brakes applied) und ließ sich einfach nicht beruhigen.

Wir taten, was wir immer tun in solchen Fällen, wir telefonierten mit dem nahezu ständig erreichbaren (danke, danke!) Michael, der über jedes Schräubchen unserer Flieger Auskunft geben kann. Nach detaillierter Beschreibung der Auffälligkeiten beschließen wir, die Maschine in den Hangar zu rollen und am Morgen durch Michael inspizieren zu lassen. Ich suche das „Unklar“ Schild der Nachbarsflugschule in der dunklen Halle und hänge es traurig an den Propeller.

Der Tower hatte uns freundlich angeboten, für Rolf einen neuen Flugplan aufzugeben, ich hatte beim Taxiing mit viel Überlegen und gut hörbar für alle den Nachnamen Papa Alpha Uniform Delta Tango Kilo Echo in den Funk hineinbuchstabiert, um dann vom Tower zu hören, dass er das gar nicht eintragen wird, ob mir das wichtig wäre. Ich melde zurück, das sei mir „wurscht“, woraufhin alle möglichen Leute im Funk zustimmten, ihnen sei das auch „wurscht“, haha, sehr gelacht.

Nun meldete ich also vom Boden unsere „engine problems“ per Funk und cancellte den Plan. Wir wollten auf die Schwestermaschine wechseln, doch der Tower, redselig, informierte uns über einen bereits bestehenden Flugplan eines Kollegen. So blickte Rolf dann etwas wehmütig der ausrollenden Maschine hinterher (siehe Foto), die ganz offensichtlich zu einem bildschönen Sundownerflug startete.

Ich arrangierte noch ein paar Product Placements und möchte unsere organic Cola empfehlen, mit der ich Rolf dann wieder aufmunterte (man beachte das vortreffliche Wortspiel). Wir holten seine Platzrunden am Tag darauf nach, er machte schöne und nicht so schöne Landungen, die ich alle säuberlich auf meinem Kneeboard mit Strichen mitzählte. Wie man auf dem Log mit dem einen Extrakreis sehen kann (da wurde die Landebahn umgedreht), waren etliche Short Approaches dabei, für die er mit wehenden Haaren (äh, wait…) knapp über den im Anflug befindlichen Kirchturm hinabsauste. Voller Übermut setzte er zu einem dritten Short Approach an, deren Aufsetzpunkt naturgemäß dann eher in der Mitte der Pistenlänge erfolgt. Die Maschine musste ein wenig zu ihrem Glück gezwungen werden, und prompt war sie bockig und sprang wütend mehrmals weg. Ich zückte meinen Stift, als wir wieder in der Luft waren, und fragte Rolf: „Wieviel Striche soll ich jetzt machen?“. Auf seinen Humor kann ich mich schließlich immer verlassen, und die Abschlusslandung war auch wirklich gaaaaaaaanz toll!

Skydemon Coolness

Wir fliegen Platzrunden, und ich muss für 20 Minuten auf „4.000 ft or above“ ins Holding West. Unter uns ein bis zwei Flieger im gleichen Holding, dazu wird noch einer über Whiskey aufgehängt. Rolf sagt später: Hochzeitstorte. Wir kreiseln auf der Top-Etage. Seltener Blick auf die Piste von so weit oben, selbst der Untersberg wirkt irgendwie klein.

Später schaue ich mir das Gekreisel auf Skydemon an und lade die Daten zum ersten Mal in Google Earth hoch. My Goodness, das ist ja der Knaller. Rollercoaster!