Traffic (Non-)Pattern

Touch and Go Landing. (c) Runkeeper

Letzter Flug vor 10 Wochen: Urlaub, Dies & Jenes. Aber heute. Spontane Chance. 19:31 Uhr, greife im Pilotenraum zum Telefon, Touch & Go Landings anmelden – um 20 Uhr endet dafür die Erlaubnis.

Vorher im Büro fliege ich „trocken“ Platzrunden. Murmele halblaut Funksprüche, greife in die Luft, bediene Schalter und Ruder. Gut dass mich niemand sieht, die Irre, die sich da selbst eine Checkliste vorliest.

Im Flieger der Fluglehrer off duty neben mir, als Sicherheitspolster, von Routine schließlich keine Spur. Die Uhr tickt, beeile mich mit den Checks, rollen schon zum Run-Up. Im Tower eine Frau, yeeeha. Ob wir ready for departure seien? Affirmative.

Schnell los, Traffic im Anflug. Kaum in der Luft bittet Tower um Short Pattern. Gleich rechts ab, schon cleared for Touch & Go, steil über Schwelle eindrehen. Landebahn ist sehr weit unten. Drei Kilometer Betonpiste scheinen plötzlich kurz, wie bin ich jemals auf 700m gelandet?

Dämmerung, glimmende Pistenbefeuerung. Klack-klack, klack-klack jagen meine Reifen über die Bodenleuchten. V rotate 55 Knoten, hebe schon wieder ab.

„Extend Downwind, traffic is a Katana overhead Maria Plain, report in sight“. Starren zum Kirchlein auf dem Berge, beste Sicht, keine Katana. Starren weiter, fliegen geradeaus über die Grenze nach Deutschland. Freilassing freut sich beim Abendessen über Fluglärm. Tower meldet erneut die Katana, nun im Short Final, der Fluglehrer spottet sie endlich. „Katana in sight“. „Follow as number 2“. Ich drehe ein.

Touch & Go, erneut der Tower, ob wir im Stande seien für ein 180° und change of direction. Klar, affirmative. Knapp die Safety Altitude für erste Manöver erreicht, greift Fluglehrer ins Ruder und legt 30° Kurve an. Ideale Übung, befindet er blitzschnell, für simulierte Engine Failure. „In solcher Höhe schaffst du es gerade so zurück zur Piste“. Na super.

Anflug wieder zu hoch, full Flaps, Gas weg. Abwarten, bis Piste näher kommt. Touch & Go. Mir schwant, ich hab die Fuel Pump zur Landung aus- statt eingeschaltet.

Jeeeez, die Dame vom Tower schon wieder, noch nicht mal 400 Feet above Ground. „What is your further intention, do you plan to continue with some airwork or do you make a full stop?“ 20 Uhr, Zeit abgelaufen, Full Stop please. „Ok. Fly via Whiskey and Grödig“. Also Umweg über die Raststätte und den Fuß des Untersbergs. Der kugelrunde Vollmond grinst uns auf Augenhöhe ins Gesicht. Schalte für ihn die Positionslichter an, dann Kurs auf Piste, finale Landung.

Das war: vier Mal im Kreis fliegen.

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Logbuch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s